Tannhäuser

Übermütige Kurzfassung eines Wagnerenthusiasten
Heutige Musik mit dem ensemble KONTRASTE

Das ensemble KONTRASTE und der Kabarettist Matthias Egersdörfer versetzen Nestroys Tannhäuserparodie in unsere Zeit und interpretieren den Zwiespalt zwischen der suchthaften, sündigen Liebe und der reinen, wahren Liebe auf selbstironische Art.

Die Gemeinsamkeiten der beiden „fahrenden Berufsdichter“ Egersdörfer und Tannhäuser liegen sicherlich auch in der Fähigkeit das Publikum bewusst an dessen Schmerzgrenze zu treiben. Während Tannhäuser seinerzeit vom Publikum Spott und Hohn für seinen Gesang erntete und als Sänger scheiterte, ist Egersdörfer ebenfalls beim Publikum als eher mäßiger bis grauenhafter Sänger bekannt. Wie Tannhäuser lässt der Provokateur kein Fettnäpfchen aus und irritiert das Publikum mit Tabubrüchen und lautem Gepolter. Den perfekten Gegenpol zu Egersdörfer stellt das ensemble KONTRASTE dar. Vier Musiker werden auf der Bühne zu Verbündeten und Gegenspielern und bieten Egersdörfer darüber hinaus eine hervorragende Angriffs- und Spielfläche. Musikalisch wird die Nestroy-Binder-Wagner-Vorlage ins 21.Jahrhundert gerückt von Manfred Knaak, der die Originale bearbeitet für eine rätselhafte Besetzung: Geige, Harmonium, E-Gitarre und Trompete. In eine Musiksprache zwischen Biermösl Blosn und Frank Zappa einerseits und Tom Waits und Miles Davis andererseits.

übermütige Kurzfassung eines Wagnerenthusiasten heutige Musik mit dem ensemble KONTRASTE

Darsteller:

Matthias Egersdörfer 
Musik: ensemble KONTRASTE 
Libretto und Inszenierung: Claudia Schulz Musikarrangement: Manfred Knaak